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Panzer-Fiasko in Deutschland. Putins Plan geht auf

VonAdmin0077

Mai 27, 2022 , , ,

Die Verwirrung um deutsche Waffenlieferungen wächst. Während der Ringtausch internationale Empörung auslöste, fragten sich die Deutschen, ob die Bundesregierung die Ukraine mit Panzern unterstützen wolle. Warum zögert Olaf Schultz?

Die Zeit läuft ab, zumindest für die Ukraine. Das Land braucht dringend westliche Waffen, um den Vormarsch der russischen Truppen im Osten zu stoppen. In einem Zermürbungskrieg braucht die ukrainische Armee vor allem eines: Panzer. Viele westliche Länder, darunter auch Deutschland, verlangsamen jedoch die Lieferung von Schützenpanzern und Kampfpanzern.

In Deutschland sorgt die Verschiffung von schwerem Gerät in die Ukraine innerhalb der Ampelgewerkschaft für Verwirrung und Kontroversen. Die Bundesregierung stoppte die Panzerproblematik, ohne eine genaue Ursache zu nennen. Stattdessen verließ sie sich auf schlecht organisierte und ausgehandelte internationale Ringbörsen. Infolgedessen sind Länder wie Polen wütend, weil sie der Ukraine militärisches Gerät übergeben haben und sich nun um ihre eigenen Verteidigungsfähigkeiten kümmern müssen.

Das Panzer-Fiasko hat Deutschland international geschadet und im Bundestag für große Unzufriedenheit gesorgt. Ein wachsendes Problem ist, dass Ministerpräsident Olaf Scholz die Kriegsziele der Ukraine nicht öffentlich definiert oder die Gründe für sein Zögern erläutert hat. Das führt zu falschen Debatten.

Kurzum: Die deutsche Politik verliert in der Ukraine-Krise wertvolle Zeit. Der Plan von Wladimir Putin hingegen war, den Westen mit Kriegsdrohungen zu stören, damit die NATO vor der Lieferung von Panzern und Kampfjets zurückschreckt. Bisher hat diese Strategie funktioniert.

Putin spekuliert auf westliche UnentschlossenheitDie Bundesregierung hat grundsätzlich beschlossen, die Ukraine im Krieg gegen Russland militärisch zu unterstützen. Im internationalen Vergleich hat Deutschland seit Kriegsbeginn viel geleistet, etwa Millionen Schuss Munition, Hunderttausende Granaten, Schulterpanzer und Flugabwehrsysteme aus dem Bundeswehr-Bestand geliefert.

Doch seit die russische Armee ihre Offensive auf Kiew eingestellt, ihre Offensive nach Osten neu formiert und intensiviert hat, ist der Krieg in eine neue Phase eingetreten. Sie kämpft weniger in städtischen Gebieten, sondern an den breiten Fronten des Schlachtfeldes. Daher braucht die Ukraine jetzt eine andere Form der militärischen Unterstützung – Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie und Hubschrauber.

Präsident Wladimir Putin hat in der Ukraine einen Zermürbungskrieg geführt, da er spekuliert, dass der Westen irgendwann seinen Einfluss auf die Ukraine verlieren wird. Das Kalkül der Kreml-Bosse mag aufgehen, denn nicht nur in Deutschland wird zunehmend über Waffenlieferungen debattiert.

Die US-Regierung hat letzte Woche ein 40-Milliarden-Dollar-Hilfspaket für die Ukraine verabschiedet. Für die Amerikaner war der Krieg jedoch weiter entfernt als für die Europäer. Ob US-Präsident Joe Biden zu Hause auf ein weiteres Hilfspaket drängen kann, ist unklar.Warum zögert Schultz?Ob die Ukraine den Krieg gewinnen kann, hängt also von westlichen Motiven ab. Ob Scholz das wirklich glaubt, ist unklar. Bisher hat der Premierminister wiederholt gesagt, Putin dürfe den Krieg nicht gewinnen, aber er hat es auch vermieden, zu sagen, die Ukraine müsse. Das ist ein großer Unterschied.

Ukrainische Panzer fahren durch den Osten der Ukraine: Wenn die Armee Russlands zweite große Offensive abwehren möchte, braucht sie dringend schwere Waffen. (Quelle: Reuters-bilder)