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7 Jahre Gefängnis: IT-Administrator löscht Arbeitgeberdaten als Vergeltung

VonAdmin0077

Mai 16, 2022 ,

Ein wütender IT-Administrator soll als Vergeltung wichtige Daten seines Arbeitgebers, eines großen Immobilienunternehmens, gelöscht haben. Das Gericht hat ihn nun zu sieben Jahren Haft verurteilt. Gleichzeitig ist dieser Akt der Vergeltung nicht isoliert.

Die IT-Administratoren des Unternehmens sorgen dafür, dass Systeme und Datenbanken – kurz: IT-Infrastruktur und zentrale Komponenten – störungsfrei und sicher laufen. Dementsprechend ist der Job mit viel Verantwortung verbunden. In vielen Unternehmen kann der Ausfall der IT-Infrastruktur oder die Unfähigkeit, auf Daten zuzugreifen, sehr kostspielig sein und weitreichende Folgen haben. Wie ein Fall in China zeigt, ist es sogar noch wichtiger, eine gute Beziehung zur IT-Abteilung zu pflegen.

IT-Admin legt Milliardenkonzern lahm

Dort soll ein verärgerter IT-Administrator einen großen chinesischen Immobilienkonzern zeitweise weitgehend lahmgelegt haben, indem er als Vergeltung wichtige Firmendaten löschte. Wie von Bleeping Computer geschrieben, richtet es sich speziell an Kettenunternehmen. Der Immobilienmakler wurde 2001 als Homelink gegründet und verfügt über Tausende von Maklerbüros mit mehr als 120.000 Maklern und einer Marktkapitalisierung von etwa 6 Milliarden US-Dollar.

Der jetzt zu sieben Jahren Haft verurteilte Ex-IT-Administrator soll Zehntausende Mitarbeiter ohne Bezahlung für längere Zeit abgesichert haben. Die Daten sind jedoch anscheinend irgendwann wiederherstellbar. Das Ganze soll mit nur 30.000 Dollar relativ günstig sein. Folgeschäden für das Unternehmen können weitaus höher sein.

Alles nur, weil sich IT-Administratoren möglicherweise nicht gehört fühlen. Gerichtsakten zufolge soll er seine Vorgesetzten seit Jahren über Sicherheitslücken im Finanzsystem des Konzerns informiert haben. Er teilte seine Bedenken auch anderen Administratoren per E-Mail mit. Sein Rat, angemessene Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, wurde jedoch offenbar weitgehend ignoriert – was oft zu Auseinandersetzungen mit Vorgesetzten geführt haben soll.

IT-Admin macht sich verdächtig

Schließlich hat der frustrierte IT-Administrator möglicherweise mit seinem Admin-Passwort auf das System zugegriffen und alle Daten aus beiden Datenbanken und zwei Anwendungsservern gelöscht. Es war zunächst nicht klar, welche Person aus der IT-Abteilung die Löschung vorgenommen hat. Der IT-Administrator entdeckte eine interne forensische Untersuchung, weil er sich weigerte, sein Computerpasswort preiszugeben.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass IT-Administratoren als Vergeltung auf die Systeme ihres Arbeitgebers zugreifen und dort Chaos anrichten. Viele Fälle werden möglicherweise nicht einmal öffentlich gemacht. Ein ähnlicher Fall ereignete sich beispielsweise im September 2021 in New York, als ein ehemaliger Mitarbeiter eines Finanzunternehmens in 40 Minuten Tausende von Dateien mit einer Gesamtgröße von über 21 GB löschte, berichtete Bleeping Computer. Grund: Sie wurde entlassen.