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Neue Vorfahrtsregeln: Auf welche Schilder Autofahrer jetzt achten müssen

Autofahrer müssen sich an neue Vorfahrtsregeln halten. Bisher war nicht klar, welche Seite Vorrang hat, wenn die Straße enger wird.

Jetzt. Zweispurig, zwei Autos fahren nebeneinander in die gleiche Richtung. Plötzlich ein Verkehrszeichen: zwei Streifen zu einem verschmolzen. Welches parallel fahrende Auto fährt zuerst? Korrekt? links? Bisher ist die Frage der Vorfahrt bei „zweispuriger Verengung“ ungeklärt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun die Vorfahrtsregelung für deutsche Straßen klar geregelt. Das obige Beispiel ist nicht frei erfunden. Diese Situation führte 2018 zu einem Unfall in Hamburg. Der links fahrende Lkw fährt nach rechts, weil er den Pkw neben sich nicht sieht, bevor sich die Fahrspur verengt. Dessen Fahrer wiederum glaubte, sie habe Vorfahrt und bremste nicht ab.

Der Fall wurde vor Gericht gebracht, weil die Eigentümer die Verluste nicht teilen wollten. Nach einem langwierigen Gerichtsprozess hat der BGH nun entschieden:

Beide sind schuld, weil niemand Vorfahrt hat. „Einer der ersten beiden Fahrstreifen hat keinen regulären Vorrang“, heißt es in der Begründung des Bundesgerichtshofs. Es gilt der „Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme“. (Dokument Nr. VI ZR 47/21)

ACHTUNG: Diese Entscheidung betrifft nur die „Doppelspurverengung“, also dieses Verkehrszeichen (Warnzeichen 120).

Neue Vorfahrt-Regel: Autofahrer müssen bei Fahrbahnverengung aufpassen

Neue Vorfahrtsregeln: Überlegen statt Vorrang haben, wenn sich die Fahrspur auf beiden Seiten verengtBei einseitig schmalen Fahrspuren ist die Situation anders: Dort endet eine Fahrspur, und Fahrzeuge auf der schmalen Seite münden im Zippverfahren in die verbleibenden Fahrspuren ein. Dies führt zu einer erhöhten Sorgfalts- und Rücksichtnahmepflicht im Engpassbereich. Die BGH-Richter betonten, „wenn die Einigung nicht zustande kommt, sind sie verpflichtet, einander vorsichtshalber auszuweichen.“ Wer rechts fährt, wer links fährt, spielt demnach überhaupt keine Rolle.Es gilt ein neuer Bußgeldkatalog. Fahrer müssen Innovationen in Bezug auf Parken, Punkte und Geschwindigkeit innerhalb und außerhalb der Stadt verstehen. Auch der Inhalt des Verbandskastens hat sich geändert. Wer sie ignoriert, dem drohen hohe Bußgelder. (mit dpa)