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1&1 erlaubt aufgrund von Ausnahmen keine Werbung auf Telefon-Tablets

VonAdmin0077

Mai 11, 2022 , , ,

Vor der Corona-Pandemie hat 1&1 noch Festnetz-Flatrates beworben, dann aber Telefonkonferenzen über Festnetznummern extra berechnet. Solche Werbung ist inzwischen gerichtlich verboten. Telekommunikationsanbieter dürfen keine Festnetz-Flatrates bewerben, wenn es unzählige Gebührenausnahmen gibt, die nicht klar und deutlich angegeben sind.

Darauf hat das Landgericht Koblenz in seinem Urteil gegen 1&1 (Az.: 3 HK O 43/20) der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) als Kläger hingewiesen. In dem Fall gibt es zwei Internet-Tarife, darunter eine Flatrate für Festnetz-Internettelefonie als Vertragsbestandteil. Tatsächlich gibt es Ausnahmen für Nummern mit unklaren Vorwahlen.Praxis bis Sommer 2020teltarif.de berichtet seit Jahren über diese unsägliche Praxis.

Noch 2008 hat 1&1 Besprechungsrufnummern strikt gesperrt und deren AGB genannt. Im Frühjahr 2011 hat 1&1 die Kunden erstmals auf die Zusatzgebühr hingewiesen und im August 2011 haben wir bemängelt, dass die Betroffenen beim Verbindungsaufbau nicht über die Zusatzgebühr informiert wurden.Zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 verrechnete 1&1 weiterhin Anrufe zu Festnetz-Konferenzdiensten, obwohl viele Kunden nun von zu Hause aus arbeiten mussten.

Erst ab Juli 2020 verzichtet 1&1 auf zusätzliche Gebühren.Eine 100-seitige Ausnahmeliste mit gebührenpflichtigen Vorwahlen (zum Beispiel für Einwahldienste für Telefonkonferenzen) kann nur in acht Schritten erstellt werden. Die Kammer argumentiert daher, dass sie nicht garantieren könne, dass der Durchschnittsverbraucher sie überhaupt wahrnehme. Trotz Flatrate müssen Kunden für Rufnummern der Ausnahmeliste 2,9 Cent pro Minute zahlen.Ein weiterer Grund für die Einstellung irreführender Werbeklagen ist, dass selbst bei einer Flatrate zusätzliche Gebühren anfallen würden, sofern bestimmte Servicerufnummern wie 0180, 0137 oder 0900 bekannt sind. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine geografische Festnetznummer, also eine Nummer mit normaler Vorwahl: Verbraucher würden hier keinen kostenpflichtigen Dienst erwarten.

Der Anbieter netcologne ist nun einer der letzten Anbieter, der für Festnetz-Einwahldienste noch Aufschläge verlangt. Anscheinend gab es mit Stand Oktober 2020 nur 3 Beschwerden über den Zuschlag für Tagungsgebühren.